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Stefan Bösel · Steuerberater

Steuerberater für Influencer & Content Creator

Steuerberater für Influencer, YouTuber, Twitch-Streamer, E-Sportler, Athleten und andere Creator: Ich berate zu Kooperationen, Affiliate- und Plattform-Einnahmen, PR-Paketen, Preisgeldern, Umsatzsteuer und Buchhaltung, digital und bundesweit.

Sobald aus Reichweite Einnahmen werden, wird das Finanzamt zum stillen Geschäftspartner. Kooperationen, PR-Pakete, Affiliate-Provisionen und Einnahmen über YouTube, Twitch, TikTok oder andere Plattformen: Jede dieser Einnahmequellen hat ihre eigenen steuerlichen Regeln. Wer sie kennt, vermeidet Nachzahlungen und baut auf einem belastbaren Fundament auf.

Ich betreue nicht nur die laufende Steuererklärung, sondern begleite dich strategisch: von der Anmeldung beim Finanzamt über die Wahl der Rechtsform bis zur Frage, wann eine GmbH oder eine Holdingstruktur sinnvoll wird. Die Zusammenarbeit läuft vollständig digital. So arbeite ich →

Portrait von Stefan Bösel, Steuerberater
Stefan Bösel
Steuerberater
Mehr über mich →

Für welche Content Creator ich arbeite

Ich berate Influencer und Content Creator auf YouTube, TikTok, Instagram und Twitch, im Podcast oder mit dem eigenen Blog sowie E-Sportler im Team oder solo und Sportler mit eigener Reichweite, im Neben- wie im Haupterwerb. Das gilt für Einsteiger mit den ersten bezahlten Kooperationen genauso wie für Creator mit mehreren Einnahmequellen, ausländischen Plattformen oder ersten Überlegungen zur Rechtsform.

Wenn du als YouTuber, Streamer oder Blogger regelmäßig Geld verdienst, bist du steuerlich in aller Regel gewerblich tätig, auch wenn es sich noch nicht so anfühlt. Dann gehören Anmeldung, Aufzeichnungen und Erklärungen dazu. Im Erstkontakt ordne ich ein, wo du stehst.

YouTuber: AdSense, Mitgliedschaften und Super Chats versteuern

Als Steuerberater für YouTuber sehe ich bei den meisten Kanälen dieselben Punkte: Die Auszahlung kommt von einer ausländischen Gesellschaft, mehrere Einnahmearten laufen parallel, und die Zuschauer sitzen weltweit.

  • AdSense-Auszahlungen: Du erbringst eine Leistung an das auszahlende Unternehmen. Sitzt es in der EU, ist umsatzsteuerlich in der Regel der Empfängerstaat maßgeblich (§ 3a Abs. 2 UStG), dazu kommt die Zusammenfassende Meldung (§ 18a UStG).
  • Ausländische Plattformen und Dienstleister: Beziehst du Leistungen von Anbietern aus dem Ausland, etwa Software, Werbung oder Schnittarbeiten, schuldest du als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b UStG, auch als Kleinunternehmer (§ 19 Abs. 1 Satz 3 UStG). Ich prüfe, wann das greift und ob du die Steuer als Vorsteuer abziehen kannst.
  • Kanalmitgliedschaften, Super Chats und Super Thanks können umsatzsteuerlich anders zu behandeln sein als AdSense. Ich ordne jede Einnahmeart gesondert ein.
  • Zuschauer aus den USA: YouTube fragt dafür Steuerinformationen ab. Fehlen sie, kann Quellensteuer einbehalten werden, die du in Deutschland unter Umständen anrechnen kannst.

Die Grundlagen zur Besteuerung von Kanälen habe ich im Beitrag Besteuerung von Influencern und Content Creatoren zusammengefasst. Hier geht es darum, dass bei dir Einnahmen, Umsatzsteuer und Betriebsausgaben sauber zusammenpassen.

Twitch-Streamer: Subs, Bits und Donations steuerlich einordnen

Als Steuerberater für Twitch-Streamer ordne ich zuerst die Einnahmen. Streamer haben meist mehrere Quellen parallel, und jede kann steuerlich anders laufen.

  • Subs, Bits und Werbeanteile kommen von der Plattform, häufig aus dem Ausland. Entscheidend ist, wer dein Vertragspartner ist und wo die Leistung umsatzsteuerlich als erbracht gilt.
  • Donations und Sponsoring laufen oft über Zahlungsdienstleister. Ich kläre, wie sie zu erfassen sind und ob eine Gegenleistung vorliegt.
  • Setup und Equipment: PC, Kamera, Mikrofon und Streaming-Raum grenze ich sauber vom Privaten ab, auch bei Hardware, die du privat mitnutzt.

Wie Twitch-Einnahmen grundsätzlich versteuert werden, erkläre ich im Beitrag Twitch Steuern. Für die laufende Betreuung übernehme ich Einordnung, Voranmeldungen und Gewinnermittlung.

E-Sport: Preisgelder, Teamvertrag und Sponsoring

Als Steuerberater für E-Sportler geht es zuerst um die Frage, in welcher Rolle du auftrittst: als Angestellter deines Teams, als Selbstständiger oder beides.

  • Teamvertrag: Ob du Arbeitnehmer bist, hängt von Weisungsbindung und Eingliederung ab, nicht von der Bezeichnung im Vertrag. Ich prüfe den Vertrag und die steuerlichen Folgen.
  • Preisgelder: Bei regelmäßiger Teilnahme sind sie in der Regel gewerblich, bei gelegentlicher kommen sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG) in Betracht. Bei Turnieren vor Ort im Ausland kann das Besteuerungsrecht nach dem Künstler- und Sportlerartikel im Doppelbesteuerungsabkommen beim Turnierstaat liegen.
  • Sponsoring, Streaming und Merchandising kommen oft zusätzlich dazu. Ich bringe alles in eine saubere Gewinnermittlung, einschließlich Turnierreisen und Equipment.

Schick mir deinen Teamvertrag, dann sehe ich mir an, wo du steuerlich stehst.

Sportler und Athleten: Sponsoring, Preisgelder und Eigenvermarktung

Als Steuerberater für Sportler und Athleten sehe ich oft mehrere Einkunftsarten, die sich vermischen: Gehalt oder Prämien vom Verein, Preisgelder, Sponsoring und Einnahmen aus Social Media.

  • Einkunftsarten trennen: Das Gehalt vom Verein ist Arbeitslohn, Werbeverträge und Social-Media-Einnahmen sind in der Regel gewerblich (§ 15 EStG). Ich sorge dafür, dass beides sauber getrennt in deiner Steuererklärung landet.
  • Ausrüster und Sponsoring: Sachleistungen und Ausrüstung sind Betriebseinnahmen, unter Umständen mit Pauschalversteuerung durch den Geber nach § 37b EStG. Ich prüfe deine Verträge auf Bewertung und Umsatzsteuer.
  • Wettkämpfe im Ausland: Das Besteuerungsrecht kann nach dem Künstler- und Sportlerartikel im Doppelbesteuerungsabkommen beim Wettkampfstaat liegen, mit Anrechnung in Deutschland.
  • Eigenvermarktung über eine GmbH ist möglich, hat aber enge Grenzen, wenn du die Leistung persönlich erbringst. Ich zeige dir, wann sich eine Struktur lohnt.

Wie du aus der aktiven Zeit Vermögen für danach aufbaust, zeige ich dir bei Holdingstrukturen und in der Beratung zu Immobilien.

Abo-Plattformen und digitale Produkte: Fansites, Kurse und Merchandise

Neben Werbung und Plattformauszahlungen verdienen viele Creator über Abos, eigene digitale Produkte und Merchandise. Jede dieser Einnahmen hat ihre eigenen Umsatzsteuerfragen, weil die Kunden oft Privatpersonen aus mehreren Ländern sind.

  • Fansites und Abo-Plattformen (Patreon, Steady, OnlyFans, Fansly): Die Plattform sitzt häufig im Ausland, deine Einnahmen kommen von Privatkunden. Ich kläre Gewerbe, Umsatzsteuer und die Frage, wie Plattform und Creator abrechnen.
  • Digitale Produkte und Online-Kurse (E-Books, Vorlagen, Presets): Bei Verkäufen an Privatkunden in der EU liegt der Leistungsort grundsätzlich beim Kunden (§ 3a Abs. 5 UStG). Ob du dich im One-Stop-Shop registrierst, hängt von deinen Umsätzen ab.
  • Merchandise: Über einen Print-on-Demand-Anbieter erhältst du meist Lizenzeinnahmen. Versendest du selbst ins Ausland, gelten die Regeln für Fernverkäufe.
  • Krypto-Zahlungen und Donations sind Betriebseinnahmen mit ihrem Wert bei Zufluss. Ob du die Coins im Betriebsvermögen oder privat hältst, entscheidet über die spätere Besteuerung.

Ich bringe alle Einnahmequellen in eine saubere Gewinnermittlung und kläre, wann Umsatzsteuer, One-Stop-Shop oder eine Rechtsform sinnvoll werden.

Leistungen

Was ich als Steuerberater für Influencer übernehme

Einnahmen aus Kooperationen, Werbung & Affiliate

YouTube-Auszahlungen, Twitch-Einnahmen, TikTok, Affiliate-Provisionen, Werbekampagnen und klassische Kooperationen können steuerlich unterschiedlich zu behandeln sein. Entscheidend ist nicht nur, wo das Geld ausgezahlt wird, sondern wer dein Vertragspartner ist und welche Leistung du erbringst.

PR-Pakete & Sachzuwendungen

Geschenkte Produkte sind steuerpflichtige Betriebseinnahmen, aus Sicht des Finanzamts ein tauschähnlicher Umsatz. Ich zeige, wie die Bewertung funktioniert und wann die Pauschalversteuerung nach § 37b EStG greift. Die Grundlagen stehen im Beitrag PR-Paket versteuern.

Die Pauschalversteuerung nach § 37b EStG gehört zu meiner täglichen Arbeit im Konzernsteuerrecht.

Umsatzsteuer & ausländische Plattformen

Bei Einnahmen von ausländischen Plattformen und Vertragspartnern können besondere umsatzsteuerliche Pflichten entstehen. Entscheidend ist, wer dein Vertragspartner ist, welche Leistung du erbringst und wo diese umsatzsteuerlich als ausgeführt gilt. Ich prüfe die konkrete Konstellation und kläre insbesondere die Behandlung von Reverse-Charge-Umsätzen nach § 13b UStG.

Betriebsausgaben, Equipment & Reisekosten

Kamera, Software, Kleidung, Reisen: Was ist Betriebsausgabe, was private Lebensführung? Die Grenze ist steuerlich heikel. Ich sorge für eine saubere Abgrenzung, die im Zweifel auch einer Betriebsprüfung standhält.

Gewerbe, Einkommensteuer & EÜR

Influencer-Einkünfte fallen in der Regel unter Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG. Die Abgrenzung zum Freiberuf ist eng. Ich kläre, was für dich gilt, welche Pflichten daraus folgen und wie die Einnahmenüberschussrechnung sauber aufgebaut wird.

Rechtsform: Einzelunternehmen, GmbH & Holding

Mit steigenden Einnahmen stellt sich die Frage nach der richtigen Rechtsform. Ich zeige, wann eine GmbH steuerlich sinnvoll wird und wie sich Gewinne über eine Holdingstruktur thesaurieren lassen.

Affiliate-Einnahmen und Werbekooperationen richtig versteuern

Provisionen aus Affiliate-Programmen und Honorare für Werbekooperationen sind Betriebseinnahmen. Bei der Einnahmenüberschussrechnung zählt der Zufluss (§ 11 EStG). Ob bereits die Gutschrift im Affiliate-Konto oder erst die Auszahlung maßgeblich ist, hängt davon ab, ab wann du über den Betrag verfügen kannst, etwa nach Freigabe oder bei einem Mindestauszahlungsbetrag.

Umsatzsteuerlich kommt es auf deinen Vertragspartner an: Sitzt er im Inland, in der EU oder in einem Drittstaat? Auszahlungen in Fremdwährung sind in Euro umzurechnen. Ich ordne jede Einnahmequelle ein und sorge dafür, dass Netzwerke, Agenturen und Marken sauber abgegrenzt in deiner Buchhaltung landen.

Buchhaltung für Influencer: selbst machen oder abgeben?

Für den Einstieg genügt oft eine einfache Struktur, die du selbst pflegen kannst:

  • Ein eigenes Konto für betriebliche Einnahmen und Ausgaben. Vorgeschrieben ist das nicht, es erleichtert aber die spätere Zuordnung deutlich.
  • Einnahmen nach Plattform und Kooperation getrennt erfassen, jeweils mit Auszahlungsbeleg oder Rechnung.
  • Belege zeitnah, vollständig und digital ablegen.
  • Bist du umsatzsteuerpflichtig, kommen Umsatzsteuer-Voranmeldungen hinzu (§ 18 UStG).

Sobald Umsatzsteuer, mehrere Plattformen oder ausländische Einnahmen im Spiel sind oder dir die Zeit fehlt, lohnt sich die Übergabe. Dann übernehme ich die laufende Buchhaltung, die Voranmeldungen und die Gewinnermittlung, vollständig digital. So arbeite ich →

Vom Creator zum Unternehmer

Erfolgreiche Content Creator sind irgendwann mehr als Selbstständige: Sie werden zu Unternehmern und Investoren. Mit steigenden Einnahmen stellen sich neue Fragen, zur Rechtsform, zur Steuerlast auf thesaurierte Gewinne, zum Aufbau von Vermögen außerhalb des operativen Geschäfts. Genau hier setzt meine Begleitung an.

Häufige Fragen

Weiterführende Fachbeiträge

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